Grenzen machen Länder, Grenzen schaffen Distanzen, Grenzen bringen Krieg! Jeder Krieg der Welt wurde ums Geld geführt! Nichts freiheit, nichts demokratie, es geht ums Geld! Wenn man ein Feuer löschen will, muss man ihm den Nährboden entziehen! Also lösen wir das Problem indem wir Grenzen und Kapitalismus abschaffen!
   
 
  Feminismus Heute

Was bedeutet für mich Feminismus heute?

-Feminismus in Deutschland-

 

 

Auf die Umfrage, wie emanzipiert Deutschland sei, antworteten 15 Frauen und zogen Bilanz. Sie kamen alle auf denselben Nenner: „Es ist wieder Zeit zu kämpfen!“.  Es kamen Frauen aus allen Milieus zusammen, von der Schauspielerin, bis zur Betriebsrätin und alle sahen sie es gleich, alle stellten sie die Problematik heraus und es weißt sich auf, dass in Deutschland was passieren muss.

 

Stereotypen in der Gesellschaft

Heutzutage sind in der Gesellschaft viele Vorurteile etabliert, täglich hört man Sprüche wie Homo, Mongo oder einfach „Bist nen Mann oder nen Weib?“. So leicht findet man heraus welche Stellung die Frau in der Gesellschaft genießt. Sie wird auf eine untere Ebene gestellt, unter den Mann! Dies hat eine ganze Menge mit der Sozialisation der Menschen zu tun. Es wird ihnen nicht anders beigebracht und da das eigenständige, kognitive Verhalten schon lange unterdrückt wird, fällt vieles leider auf solche Stufen. Nicht nur Homosexuelle, Migranten, Menschen mit Behinderung, nein auch die eigentlich, offiziell schon lange emanzipierte Frau wird immer noch diskriminiert!  Eine Frau mit blonden Haaren und blauen Augen hat es erst recht nicht leicht. Die pauschalisierten „Witze“ hört man täglich, wenn nicht sogar stündlich: Im Radio, im Fernsehen, auf der offenen Straße. Jeder lacht, aber keiner denkt nach, keiner denkt nach wie er diesen Menschen schadet. Keiner denkt nach, was es eigentlich für Auswirkungen hat. Es schafft keine Distanz zu diesem Thema, nein viel mehr schafft es eine feste Attitüde. Es schafft eine feste Assoziation und es behindert die weibliche Emanzipation.

 

Mutterrolle, neue Verteilung

Vieles hat sich geändert und viele Jugendliche werden schon auf eine neue Weise sozialisiert, auf ein neues Familienbild, allerdings ist es noch vielerorts so, dass das eingefleischte Bild beibehalten wird. Es wird immer noch gesagt, dass die „Mutterrolle“ der frauenspezifischste Beruf überhaupt ist. Er soll unausweichlich mit der Frau verbunden sein. Eine Tradition, welche sich seit Jahrhunderten auf der Erde gehalten hat, welche von den alten Patriarchen eingeführt worden ist. Doch wie heißt es so schön, man soll mit den Traditionen brechen und genau hier müssen wir ansetzen. Es muss verhindert werden, dass es weiterhin die „Aufgabe“ der Frau ist, zuhause zu bleiben und die Kinder zu hüten. Beide sind dazu befähigt, zu einer solchen Arbeit, Mann und Frau! Die Mutterschaft wie sie heute gelebt wird, ist das Ergebnis eines historischen Prozesses. Ein Prozess, der von Männern entwickelt wurde, die die Frau nicht für vollwertig angesehen haben, die sie nicht zu einem Menschen ihrer Größe gemacht haben, sie anstatt dessen unterdrückt haben, über Jahrtausende hinaus und sie in eine Rolle gedrängt haben! Die Frau erlebt mit der Geburt eines Kindes bedeutende Emotionen, die sie an das Kind mehr binden als der Mann. Doch genau aus diesem Grund muss der Mann sich mehr in die Erziehung einbinden, genau aus diesem Grunde muss die Rollenverteilung neu ausgelegt werden. Jede Schwangerschaft impliziert es, dass die Mutter die Hauptbetreuungsperson des Kindes wird, so ist es von unserer Gesellschaft vorgegeben, jedoch sollten bei der Erziehung eines Kindes Mann und Frau dieselbe Rolle spielen. Jeder Mann trägt dieselbe Verantwortung für das Kind wie die Frau. Die Leistung, dass die Frau zur Mutter wird, ist für jeden Mann etwas selbstverständliches, obwohl die Frau den Beruf „Mutter“ nie gelernt hat, muss sie sich darin reinarbeiten, egal wie es ihr dabei geht! Der Mann unterstützt sie?!? Das ist viel zu wenig, wieso unterstützten? Der Mann muss genauso viel tun und dann die „faule“ Ausrede, der Mann sorgt dafür, dass Geld in den Haushalt kommt. Dafür kann die Frau in unserer unemanzipierten Gesellschaft genauso sorgen. Frauen müssen emanzipierter werden und dass schon von zu hause aus. Eine Studie des Münchener Instituts für Frühpädagogik und Familienforschung belegt:

"Selbst moderne Paare fallen mit Baby in die Rollenverteilung ihrer Großeltern zurück. ... Der Säugling scheint an der Zeitschraube gedreht zu haben. ... Die klare Umverteilung zu Lasten der Frau ist für Männer kein Problem, für Frauen jedoch eine Katastrophe."

Die Frau wird zur Frau gemacht

So ist es, die Frau wird in unserer Gesellschaft zur Frau gemacht. Keine Frau ist von Anfang an ihres Lebens darauf programmiert, sich „hübsch“ zu machen, oder sich in unbequeme Kleidung zu zwängen um zu gefallen! Unbequeme Schuhe zu tragen nur um einem „Mann“ die Augen zu verdrehen. Es ist die ewige Geschichte in unserer Gesellschaft, damals wurde die Frau in ein Korsett gezwängt, heute in High Heels. Das Ganze beginnt selbst im zartesten Alter, da schult der Kapitalismus wie eine Frau zu sein hat, um in der Welt erfolg zu haben: Die Barbie! Eine Barbie, hat ihren Freund, sie hat Ken und wie sieht die Barbie aus? Blond, blaue Augen und 90, 60, 90. Natürlich gibt’s Barbie jetzt auch mit anderer Haarfarbe, aber ihre Maße und ihr Aussehen bleibt und so lernt ein kleines Mädchen und der kleine Junge natürlich auch, wie die „Frau“ zu sein hat. Das ist nicht nur sexistisch, nein es ist auch lookistisch.

 

Was tun? – Feminismus

Feminismus ist das Mindeste was wir tun können! Wir müssen endlich handeln, es geht nicht mehr so weiter. Eine Frau ist lange Zeit in der Welt nichts wert gewesen und das Mindeste was wir für jede Frau in dieser Gesellschaft tun können, ist feministisches Denken zu etablieren. Es geht darum die Frau endlich so weit zu emanzipieren, dass jedes vorverteilte Rollendenken zerschlagen wird. Es darf nicht mehr die typische Hausfrau, die klischeehafte Sekretärin oder das dumme Model geben. Natürlich gibt es auch unintelligente Frauen, genauso wie es unintelligente Männer gibt, dafür muss man nicht einmal Beispiele aufführen, Gruß an Herrn Achmadinedschad. Wie es schon in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung steht: „All men are equal!“ (Alle Menschen sind gleich). Der Anfang wäre endlich überall das „Innen“ hinzubefördern. Das wäre ein kleiner, aber feiner Schritt, der sehr viel vorgefertigtes maskulines Denken behindern würde.

 

Nun zur Unterdrückung der Frau in orientalischen Ländern

In orientalischen Ländern gibt es ein ganz bestimmtes Frauenbild, doch woher kommt dies? Diese Frage möchte ich im Nächsten Schritt behandeln. Aber erst einmal dazu, wie sich dieses äußert. Das wohl eindeutigste Zeichen für den Sexismus der dort stark verbreitet ist, ist die Burka. Es wird oft aufgeführt, dass die Frau dadurch nur zu ihrer Religion steht und sich aufbewahrt, doch zumindest in diesem Punkt, sollten dort mehr demokratische Werte und Normen eingeführt werden. Eine Frau muss für sich selbst entscheiden ob sie das Kopftuch tragen will, kann sie aber nicht. Sie wird dazu gezwungen. Der große Atatürk führte das Kopftuchverbot an Universitäten ein. Ein meiner Meinung nach sehr sinnvoller Schritt. Viele der Sachen, die Atatürk, der Vater der Türken, einführte, waren sehr positiv für die Stellung der Frau, jedoch gehen diese Werte unter Politikern wie Erdogan flöten. Das eben genannte Kopftuchverbot wurde nämlich gerade erst von genau diesem wieder abgeschafft. Es gab riesige Demonstrationen, denn das Kopftuch konnte wenigstens an Universitäten abgelegt werden, nun muss die Frau es auch hier tragen und sich der maskulinen Unterdrückung Preis geben. Der letzte Ort der Zuflucht vor der männlichen Unterdrückung wurde den arabischen Frauen nun genommen. Die Frau darf nicht ihr Gesicht und ihren Körper zeigen. Die Frau ist von oben bis unten völlig verhüllt, allein Zuhause und auch dann nur, wenn sie von niemandem gesehen werden kann, kann sie das Kopftuch ablegen. Und wer bestimmt wie diese Frauen sich kleiden müssen? Männer, keine einzige Frau. Wenn die Frauen doch so frei ihren Glauben zeigen können, warum entscheiden sie dann nicht alle per Volksentscheid mit? Wieder eine Tradition gefunden, die eindeutig gebrochen werden muss! Für die freie Entfaltung des Lebens. Für die Emanzipation auf allen Gebieten.

 

Unterdrückung durch Koran?

Es steht eindeutig fest, dass genug Muslime den Islam falsch verstehen, genauso wie die Bibel falsch verstanden wurde! Allerdings widerspricht die Unterdrückung der Frau, in jedem Sinne den Lehren des Islams und basiert in keiner Weise den Lehren der Propheten.

Diese Unterdrückung, also Entehrung und Erniedrigung der Frauen entstehen durch die Ignoranz gegenüber aller Gesetze Allahs. Ein gutes Beispiel dafür wären die Taliban in Afghanistan. Diese unterdrückten Menschen und Religion. Von ihnen kam die Einstufung der Frau als minderwertig, Frauen durften weder das Haus verlassen, noch sich Bildung aneignen. Diese Dinge erinnern an Zeiten, als der Islam noch nicht existierte, derzeitig begruben unwissende Araber ihre Töchter bei lebendigem Leibe und andere Männer verkauften und vermieteten Frauen nach Lust und Laune. Allerdings war dies nicht nur in orientalischen Staaten so, sondern auch in Europa, dort galten Frauen als minderwertig und lebten als halbmenschliche Wesen, sie hatte keine ewige Seele und besaßen kein Wahlrecht. Eigentlich wird die Stellung der Frau im Islam wie folgt erklärt:

- „Die besten Männer von Euch sind jene, die sich ihren Frauen und Töchtern gegenüber am besten verhalten.“

- "Die Erde wird ihr Gesicht tragen, der Himmel wird einen Schatten auf sie werfen, und Gott wird ihr Unterhalt geben. Sie ist wie eine Blüte, der Segen Gottes wird mit jedem sein, der eine Tochter hat."

So ist der Koran der Bibel weit voraus, denn dort wird die Frau immer noch als Gehilfin Jesus verklärt.

 

Unterdrückung der Frau im Christentum

Also wie eben gesagt, wird die Frau im Christentum radikal unterdrückt. Seit bestehen des Christentums war die Frau nicht gleichwertig mit dem Mann. Sie war seine Gehilfin, doch nicht nur das in der Bibel, nein sie äußert sich an viel mehr Stellen extrem Frauenfeindlich und das liegt nicht an der Perspektive. Die Moral der Bibel ist zum Beispiel in folgender Geschichte zu lesen. Es flieht eine Gruppe Gläubiger und auf dieser Flucht finden sie ein Haus, wo sie Einlass bekommen. Doch bald kommen auch die Verfolger an genau diesem Haus an und erklären dem Hausherren, dass sie die Flüchtigen haben wollen. Der Hausherr begibt sich daraufhin nach draußen zu den Verfolgern und sagt diesen: "Seht ich habe eine Tochter. Sie ist noch unbedarft. Die will ich euch geben. Macht mit ihr was ihr wollt, aber lasst diese Menschen in Ruhe!". Daraufhin wird die Tochter vergewaltigt. Das ist die Moral der Bibel. Man kann dies jetzt garantiert nicht als falsch interpretiert auslegen, da die Aussagen eindeutig sind! Purer Sexismus. Oder kommen wir zum Katholizismus, warum gibt es keinen weiblichen Papst, oft genannte Begründung: „Weil Jesus sich Petrus gezeigt hat!“. Was dabei vergessen wird, ist das er sich als allererstes Maria Magdalena zeigte! Dann findet man noch die 10 Gebote, welche allerdings nur für Männer gelten, denn wie es dort steht: „Begehre nicht deines Nächsten Weib, Magd, Knecht oder alles was seins ist...“. Und wieder einmal wird die Frau als Eigentum verkauft. Aber um auf den Punkt zu kommen, betrachtet man Genesis, denn dort schuf Gott Menschen „und die Frau“ und diese erst nach den Tieren. Letztendlich bleibt die Frau minderwertig. Moral der Bibel.

 

Karrierehindernisse für Frauen in Führungspositionen

Für Frauen ist wenig Platz in höchsten Positionen von Wirtschaft, Verwaltung, Gesundheitswesen, Forschung oder Lehre. Es gibt auch hier viele Fragen die sich aufwerfen, wie z.B. warum es unter den Topmanagern der Welt keine Frauen gibt? Wir haben dort die

„Erfind-er-„ von Google, Bill Gates und andere, aber keine Frauen. Viele bringen Ausflüchte, dass es am fehlenden Engagement der Frau liegen würde, oder daran, dass Frauen weniger intelligent seien. Alles Feigheit. Feigheit sich die Wahrheit einzugestehen, die Wahrheit, dass die Frau im Geschäftsleben immer noch diskriminiert wird. Man zieht einem gleichgut ausgebildeten Mann immer noch der Frau vor. Frauen haben nicht die Chance in hohe Führungspositionen in der Wirtschaft zu gelangen. Eine Überschrift des Spiegels hieß noch zuletzt: „Männer, Macht und Macchiavelli“. Dort wird aufgezeigt, wie es in der Geschäftswelt läuft. Frauen sind sehr wohl engagiert im Job und es gibt auch sehr viele Frauen, deren Intelligenzquotient ihrer männlichen Kollegen bei weitem übertrifft, doch wird es den Frauen nicht leichter gemacht, sondern schwerer.

 

Frauen im „nationalen“ Umfeld

Die Rechtsextreme Szene wird meistens mit gewalttätigen Männern, (meist Boneheads) in Verbindung gebracht, jedoch gibt es viel mehr. Aber der Rechtsextremismus ist das Gegenstück jedes Feminismus. In der Szene gibt es einen immer wachsenden Anteil an Frauen, der in keinem Falle zu unterschätzen ist. Denn diese sind zwar weniger gewalttätig wie ihre „Kameraden“, allerdings fallen sie stärker durch Propagandadelikte auf und agieren eher im Hintergrund. Es wird einfach viel zu oft verkannt, dass Frauen genauso anfällig, wie Männer für die rechtsextremistische Attitüden sind. Die Szene hat sich extrem den weiblichen Anforderungen angepasst. Wie z.B. bei der NPD, die Volksfeste veranstaltet, wo Frauen und ihre Kinder mit Propaganda zugemüllt werden und ihnen die Weltsicht verklärt wird. Was jedoch nicht bei diesen Veranstaltungen rüberkommt, ist wie Frauen wirklich in der Szene behandelt werden. Frauen werden dort meist stärker unterdrückt als in der restlichen Gesellschaft. Bestes Beispiel dafür ist der Versuch einer Frau NPD-Abgeordnete zu werden und in den Landtag einzuziehen, dieses Vorhaben wurde gleich aus höchsten Kreisen der Partei unterbunden. Frauen werden bei den Rechtsextremen allein als Brutstätten und Wählerstimmen gesehen. Es wird sich immer noch an den Intentionen der Nationalsozialisten im 3. Reich orientiert. Hier wird die Frau auch wieder in die typische Mutterrolle gedrängt. Das Verhalten der Rechten ist mehr als sexistisch, jedoch wird dieses unterschätzt und so geraten immer mehr Frauen unter falschen Versprechungen in den Sog. Wie die NPD schon groß auf ihren Wahlplakaten schrieb „Mütter brauchen auch Gehälter“. Sie wollen den Beruf der „Mutter“ weiter etablieren. Viele werden sagen: „Ist doch eine gute Sache!“, jedoch sehen diese Leute nicht die Wahrheit und beschränken sich extrem. Hier wird der Frau wieder eindeutig vorgeschrieben, was sie zu sein hat. Wie wäre es denn mit der Emanzipation bei der Erziehung? Doch davon haben die Rechten wenig gehört. Jeder Feminismus steht im Widerspruch zu rechtem Gedankengut und deswegen muss den Frauen in diesem Umfeld geholfen werden, sie müssen erkennen, was diese Menschen für sie vorsehen. Sie wollen sie wieder zu Menschen 2. Klasse machen, nicht einmal zu Menschen, zu Maschinen. Sie wollen sie zur „Zucht“ benutzen. Der Staat muss dort intervenieren und Frauen mehr unter die Arme greifen. Sie dürfen nicht weiter in die Szene gezogen werden. Mehr Feminismus führt zu weniger Rechtsextremismus!

 

Frauen in Israel

Jetzt komme ich zur Stellung der Frau im Staate Israel und ob Israel in vielerlei Hinsicht vielleicht ein Vorbild für manche Staaten sein sollte. Im israelischen Parlament war einmal das Gespräch von der wachsenden Überfallsquote auf Frauen. Ein Minister(der extrem religiösen Partei) brachte den Vorschlag ein, eine Sperrstunde für Frauen einzuführen. Jedoch lief die Diskussion dann eher in die Richtung, dass es eine Sperrstunde für Männer geben sollte, da diese es ja sind, welche die Frauen überfallen. Israel hat seit seiner Staatsgründung im Jahr 1948 durch seine liberale und nichtdiskriminierende Gesetzgebung all seinen weiblichen Bürgern weitgehende Zivilrechte gesichert. Also ist Israel hier schon sehr vielen anderen Staaten Jahrzehnte voraus. Der am stärksten betroffene Teil der fortschreitenden Emanzipation ist die Gruppe der Einwanderinnen aus Asien und Nordafrika. Frauen sind in der israelischen Gesellschaft gleichwertig dem Manne, jedoch ist die Realität der israelischen Frauen sehr stark auch von der ständigen Notwendigkeit zur Landesverteidigung und vom alles beherrschenden Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit geprägt. Für die Immigrantinnen vollzieht sich oft innerhalb nur einer Generation die Entwicklung von feudaler Unterwerfung zur aktiven Beteiligung der Frau am Aufbau einer modernen Gesellschaft. Seit den sechziger Jahren hat sich die Anzahl der Studentinnen an israelischen Universitäten um das dreifache erhöht und in jedem Jahr nimmt die Zahl merklich zu.

Was die Emanzipation besonders zeigt, ist dass nicht nur ihre Rechte gewachsen sind, sondern im selben Anteil auch ihre Pflichten. Fast alle Frauen leisten 2 Jahre Militärdienst und hier haben wir wieder die Vorbildfunktion, denn Israel ist das einzige Land der freien Welt, in dem allgemeine Wehrpflicht für Frauen ebenso wie für Männer besteht. Es bestehen zwar Sonderregelungen für orthodoxe Frauen, welche sich vom Wehrdienst befreien lassen können, jedoch gehen viele von ihnen dennoch in den Militärdienst und kommen dort in spezielle Einheiten, deren Aufgabe in einer Mischung aus Militärdienst und Landwirtschaftsarbeit in Grenzsiedlungen besteht. In Israel ist auch die Arbeitssituation extrem anders, als in den anderen westlichen Demokratien. Frauen sind hier in ihrem beruflichen Weiterkommen weitgehend emanzipierter und letztendlich dem Mann völlig gleichgestellt.

Wir müssen einsehen, dass die westlichen Länder sehr viel vom Staat Israel lernen können, denn hier haben Frauen und auch viele Minderheiten eindeutig mehr rechte als im Rest der Welt. Wir müssen mehr in diese Richtung gehen und Rechte und Pflichten der Frauen dem Mann gleichstellen!

 

Stellung der Frau bei den 68ern

In Deutschland gab es bereits 3 Wellen der weiblichen Emanzipation. Die 2. Welle entstand aus der damaligen 68er Bewegung. In dieser Bewegung gab es eine Menge aufgestauten Sexismus, der wie jeder Sexismus durch die Gesellschaft sozialisiert worden ist. Frauen kamen, litten und gingen wieder. Jede die sich nicht mit dem Revolutionär der freien Liebe hingab, wurde als Spießerin oder als Konterrevolutionärin. Die Frauen wurden weiter und weiter ausgeschlossen und ihre Politik wurde nicht ernst genommen, doch dann ließen die Frauen sich nicht weiter unterjochen. Mit populären Persönlichkeiten wie Gretchen Dutschke wurde zur zweiten Welle der Emanzipation aufgebrochen. Nun gab es plötzlich Protest im Protest, z.B. während eines SDS-Kongresses standen plötzlich weibliche SDS-Mitglieder auf und demonstrierten gegen das, was ihnen angetan wurde. Nun waren Frauen nicht mehr so einfach zugänglich und gründeten eigene Kommunen, feministische Kommunen. Männer hatten nun recht wenig zu sagen. Ein wichtiger Schritt der immer noch Auswirkungen auf Heute hat. Dass Frauen heute in Deutschland auch „mehr“ Rechte haben hat eindeutig mit den 68ern zu tun. Hätte es sie und diesen Sexismus nicht gegeben wären Frauen nie so weit gekommen. Hier sieht man, dass die 68er nicht nur viel erreicht haben, durch das was sie direkt angepackt haben, sondern auch durch das was sie indirekt getan haben.

 

Sexistisch motivierte Gewalttaten

Es kommt im 21. Jahrhundert nicht gerade selten vor, dass Gewalt am Ehepartner verübt wird. Meistens ist die Frau der leidtragende Part. Dieser Gewaltakt ist der stärkste Ausdruck von Diskriminierung den es geben kann. Oft schaffen die Frauen es nicht sich aus dieser Ehe zu lösen, da sie ein zu starkes emotionales Verhältnis zum Täter haben. Da sie ihn ja auch „anders“ kennen. Leider ist bei einer solchen Beziehung das Unglück vorprogrammiert, d.h. dass es für Frau und meist auch Kinder im völligen Chaos und nicht ohne Trauma endet. Nur weil ein „Mann“ sich behaupten muss! Denn in diesem ganzen Schema des Verbrechers steckt etwas, ein Autoritätswunsch und der Druck etwas zu kompensieren. Manche Männer müssen sich damit behaupten, um sich als „ganzen“ Mann zu sehen. Oft spielt auch Drogenkonsum mit in dieses Thema, aber man kann auch hier die Wahrheit nicht verdecken, es liegt eindeutig am gestörten Sehen des Selbstbildes. Und dieses muss ausgeglichen werden und so wird die Frau erniedrigt und misshandelt, was ein Teil von ihnen nicht überlebt! Was tut der Staat (speziell Deutschland)? Der deutsche Staat tut immer weniger für die Frauen. Er löste im den letzten Jahren immer mehr Ansprechstellen für Frauen auf und nahm den Frauen so eine wichtige Stütze. Es steht fest, dass diese Hilfeleistungen wieder erhöht werden müssen. Frauen müssen vom Staat in einer solchen Situation mehr unterstützt werden und es muss ihnen geholfen werden sich von solchen Ehepartnern loszusagen. Dies kann nur durch eine ausgeweitete Sozialarbeit geschafft werden und nicht dadurch, dass man immer mehr die Hilfeleistungen löst.

 

Emanzipation der Frau in der Bildungsebene

Ein sehr wichtiger anderer Punkt, ist die Emanzipation der Frau in der Bildungsebene. Dieses ist eine der wenigen Etappen der Gleichberechtigung, der in Deutschland wirklich funktioniert hat, denn es gibt nun ungefähr 49 % Studentinnen an deutschen Universitäten, was wirklich vorzüglich ist. Die Frau hat in Deutschland das gleiche Recht zu lernen wie jede(r) andere. Seit 1919 dürfen Frauen in Deutschland studieren und damals waren es knapp 1,9 % der Deutschen Studenten, die weiblich waren. Ein positiver Wandel hat stattgefunden.

 

Frauen als Objekte

In vielerlei Hinsicht wird die Frau immer noch als „Objekt“ betrachtet, wie ein Stück Fleisch beim Schlachter. Man sucht sich das Beste aus. Wo solche Intentionen ganz eindeutig sichtbar werden? In der Musikszene z.B.. Um es weiter zu spezifizieren, in der Hip-Hop Szene. Man sieht jeden Tag ein neues Video, von einem super untalentierten Rapper, der Kinder und heranwachsende dadurch anlockt, dass in seinen Videos halbnackte Frauen tanzen und erniedrigt werden. Solche Videos bringen selbst dem Jüngsten bei, wie er eine Frau zu behandeln hat. Viele verstehen ausgefeilte Lyriken in Lovesongs noch nicht, aber was sie verstehen ist, dass wenn der Rapper der Frau auf den Arsch haut, sie ihm unterwürdig und nicht gleichberechtigt ist. Und natürlich findet das jeder halbwüchsige erst einmal toll, macht sich aber keine Gedanken drüber. Und so fängt er an mit dem „Fleischdenken“ so lernt er lookistisches Denken. Er beurteilt die Frau nun nicht mehr nach ihren inneren Qualitäten, nein er beurteilt die Frau nach ihrem Dekolletee und ihrer Po. Wie diese Dinge auszusehen haben, wird ihm dann wieder in einem Video gezeigt. Eine Frau muss vorzüglich die Maße 90,60,90 haben, erst dann fällt sie dem Jüngling ins Auge. Viele Frauen magern sich deswegen extrem ab, geraten sogar in Magersucht. Diese Krankheiten, wie Bulimie und Magersucht sind neurologische Störungen, die durch den Sexismus der Gesellschaft entworfen werden in der wir leben.

 

 

 

Was für mich Feminismus heute bedeutet? Das kann ich ihnen sagen, Feminismus bedeutet für mich, dass wir endlich etwas tun. Viele sagen, die Frauen seien überemanzipiert, die Frauen haben mehr Rechte als Männer, dass alles ist eine große Lüge die durch Medien, Politik und Wirtschaft geschürt wird. Frauen sind unteremanzipiert. Wir sind sehr weit weg von der sogenannten Gleichberechtigung und besonders viele der westlichen Demokratien, die nur noch auf das Kapital ausgelegt sind und dieses zu erhöhen, haben sich von der Emanzipation weit entfernt. Wie ich es aufgezeigt habe, gibt es bisher ein Land, dass die Frau in jedem Bereich seit seinem bestehen gleichberechtigt. Frauen werden überall unterdrückt, ob durch Religion oder durch Musik oder durch Wirtschaft. Feminismus muss sein! Wir müssen handeln, denn Feminismus ist nicht sexistisch, sondern emanzipativ! Um endlich die langersehnte Emanzipation durchzuführen müssen die Menschen feministischer denken. Wir müssen uns gegen Scheußlichkeiten wie Sexismus und Lookismus wehren. Wir müssen aber nicht nur an der Gesellschaft arbeiten, sondern auch an uns! Jemand hat mal gesagt, dass es gut ist mit einem Zitat abzuschließen, denn sobald jemand schon mal etwas gesagt hat, sollte man dies benutzen, wenn man es nicht besser sagen kann. Und so will ich sagen: „Es ist mir nicht gelungen, den Feminismus zu definieren. Alles, was ich weiß, ist dies: Ich werde von Leuten als Feministin bezeichnet, wenn ich mich nicht mit einem Fussabtreter verwechseln lasse." - Rebecca West

Text für die Feminismus wochen auf http://genderblog.de/

© by Joffé A.

 
 
Mein Land ist eine Insel. Aber nicht von Wasser, sondern von Haß umgeben.


Ephraim Kishon (1924-2005), isr. Schriftsteller u. Satiriker
 
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Bertolt Brecht
 
Ich betrachte mich immer noch als Marxisten. Der Marxismus lehnt den Terror … individuellen Terror und Terror kleiner Gruppen ohne Massenbasis als revolutionäre Waffe ab … Subjektiv ist anzunehmen, daß sie ihre Aktion für eine politische Aktion halten und gehalten haben. Objektiv ist das nicht der Fall. Wenn politische Aktion willentlich zum Opfer von Unschuldigen führt, dann ist das genau der Punkt, wo politische Aktion, subjektiv politische Aktion, in Verbrechen umschlägt.

Herbert Marcuse

 
Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.”

Martin Niemöller
 
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